„Silver Surfers – Connecting Generations“
in Brüssel am 24.06.2026
Am 24. Juni 2026 veranstaltete Elisabeth Grossmann im Europäischen Parlament in Brüssel die Fachkonferenz „Connecting Generations – Silver Surfers“. Gemeinsam mit Expert:innen aus Politik, Wissenschaft und Praxis stand dabei die Frage im Mittelpunkt, wie digitale Teilhabe für Menschen aller Generationen gelingen kann und welche politischen Maßnahmen notwendig sind, um insbesondere ältere Menschen im digitalen Wandel zu unterstützen.
Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, Christel Schaldemose, eröffnet die Konferenz mit einem Beitrag zur digitalen Sicherheit in Europa. Sie macht deutlich, dass digitale Kompetenzen und der Schutz vor Betrug, Desinformation und anderen digitalen Risiken alle Generationen betreffen. Darüber hinaus zeigt sie auf, welche Rolle europäische Gesetzgebung und eine unabhängige digitale Infrastruktur für einen sicheren digitalen Raum spielen. Im Anschluss daran beleuchtet Marlon Possard, Wissenschaftler an der Hochschule für Angewandte Wissenschaften Campus Wien und Gastforscher an der Harvard University, die Chancen und Herausforderungen Künstlicher Intelligenz. Im Mittelpunkt seines Beitrags stehen Fragen der Regulierung, des Datenschutzes, der Transparenz sowie der verantwortungsvollen Nutzung neuer Technologien im Einklang mit demokratischen Grundwerten.
Konkrete Handlungsempfehlungen gibt Daniela Grabovac, die Leiterin der Antidiskriminierungsstelle Steiermark, die aufzeigt, welche altersdiskriminierenden Muster durch eine zunehmende Digitalisierung begünstigt werden und wie diesen mit gezielten und inklusiven Angeboten entgegengewirkt werden kann. Außerdem werden Auswirkungen von Hass im Netz auf Betroffene anhand der Meldungen über die BanHate-App aufgezeigt, welche niederschwelligen Unterstützungsangebote dazu beitragen können, digitale Gewalt sichtbar zu machen und wirksam aufzulösen. Einen praxisnahen Einblick in erfolgreiche Projekte der digitalen Bildung gibt Astrid Kniendl vom Verein akzente gemeinsam mit Walter Reiter vom Senior:innenbund. Am Beispiel der lokalen Lernknotenpunkte in der Lipizzanerheimat erläutern sie, wie digitale Kompetenzen vor Ort vermittelt werden können und welche Bedeutung die Zusammenarbeit mit Gemeinden, Vereinen und regionalen Initiativen für den Erfolg einer inklusiven Gesellschaft hat.
Den Abschluss der Fachkonferenz bildet Susan Jessen Spiele aus Dänemark. Als Bibliothekarin stellt sie das dänische Modell öffentlicher Bibliotheken als niederschwellige Anlaufstellen für digitale Unterstützung vor und zeigt auf, wie Menschen bei digitalen Behördenwegen und alltäglichen Anwendungen begleitet und eingebunden werden können.
„Stadt – Land – Frau“ Fachkonferenz
in Straßburg am 24.10.2024
Als neu gewählte Abgeordnete zum Europäischen Parlament veranstaltete Elisabeth Grossmann die erste Fachkonferenz am 24. Oktober 2024 in Straßburg „Stadt – Land – Frau“: Gemeinsam setzten wir uns bei der Konferenz Stadt-Land-Frau mit den Ursachen der Binnenmigration von Frauen, aber auch mit zukunftsweisenden Lösungsstrategien auseinander, denn es handelt sich hierbei nicht um ein steirisches oder österreichweites Phänomen, sondern um ein europaweites und weltweites Phänomen, das uns alle betrifft.
Aus Italien, konkret aus Südtirol, bringt der Abgeordnete Herbert Dorfmann die Perspektive zur Situation von Frauen im ländlichen Raum ein und erläutert dort bestehende Problemstellungen sowie Beispiele aus der Praxis. Im Anschluss daran folgt die jüngste Abgeordnete aus Deutschland, Sabrina Repp. Sie wurde in dieser Legislaturperiode neu in das Europäische Parlament gewählt und beschreibt die Perspektive junger Frauen in Deutschland, insbesondere die Lebens- und Arbeitsrealitäten abseits der urbanen Zentren.
Die österreichische Perspektive wird durch Klaudia Frieben, Präsidentin des Österreichischen Frauenrings, dargestellt. Der Österreichische Frauenring fungiert als Dachorganisation österreichischer Frauenvereine und bündelt Expertise aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Klaudia Frieben gibt Einblicke in die aktuelle Situation von Frauen in Österreich und formuliert zudem politische Forderungen und mögliche Lösungsansätze. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, welche Rahmenbedingungen Frauen für berufliche Entwicklung benötigen, welche Berufsperspektiven bestehen und wo zentrale Herausforderungen liegen. Einen fachlichen Beitrag dazu liefert Yvonne Popper-Pieber, stellvertretende Landesgeschäftsführerin des AMS Steiermark. Als Mitbegründerin und langjährige Vorsitzende des Zentrums für Ausbildungsmanagement zam Steiermark wird Renate Frank diese Einrichtung als Best-Practice-Modell im Europäischen Parlament vorstellen und deren Arbeitsweise erläutern.
Den Abschluss bildet ein Fachbeitrag der ehemaligen Bürgermeisterin von Straßburg und heutigen EU-Abgeordneten der Renew-Fraktion, Fabienne Keller, die einen Einblick in das französische System der elementaren Ausbildung gibt.